Der kleine Fürst 285 – Adelsroman

Der kleine Fürst 285 – Adelsroman

Legimi

Viola Maybach´s Topseller. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer großen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt "Das Tagebuch der Christina von Rothenfels", "Rosenweg Nr. 5", "Das Ärztehaus" und eine feuilletonistische Biografie. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Setzen Sie sich bitte zu uns, Herr Hagedorn«, sagte Baronin Sofia von Kant, als der alte Butler die Bibliothek von Schloss Sternberg betrat. »Wir haben etwas Wichtiges mit Ihnen zu besprechen.« »Frau Baronin, bitte gestatten Sie mir, stehen zu bleiben. Es wäre ungehörig, wenn ich …« Sofias Mann, Baron Friedrich, griff ein. »Nein, das wäre es keineswegs, Herr Hagedorn, da wir Sie ja darum bitten. Im Gegenteil, es wäre unpassend, wenn Sie stehen blieben. Es könnte nämlich ein etwas längeres Gespräch werden. Also bitte, überwinden Sie sich, und nehmen Sie Platz.« Eberhard Hagedorn, der schon seit vielen Jahren Butler im Sternberger Schloss war, zögerte noch immer, trotz der Erklärungen des Barons, denn in seinen Augen gehörte es sich nun einmal nicht, wenn Angestellte sich zu ›den Herrschaften‹ setzten. Sicher, es war in der Vergangenheit einige Male vorgekommen, aber dabei hatte es sich um besondere Momente gehandelt, absolute Ausnahmen, in denen es auch ihm angemessen erschienen war, sich über sonst unumstößliche Regeln hinwegzusetzen. Aber eine solche Ausnahme sah er derzeit nicht gegeben. Soweit er wusste, war nichts Außergewöhnliches passiert – und normalerweise war er der am besten informierte Mensch im Schloss. Alle Schlossbewohner hatten sich in der Bibliothek vor dem Kamin versammelt, denn es war vor zwei Tagen empfindlich kalt geworden. Baronin Sofia und Baron Friedrich saßen nebeneinander, eingerahmt wurden sie von ihren Kindern, der vierzehnjährigen Anna und dem siebzehnjährigem Konrad. Neben diesem hatte sein ein Jahr jüngerer Cousin Platz genommen, Sofias Neffe Christian von Sternberg, der seit dem tragischen, viel zu frühen Tod seiner Eltern im vergangenen Jahr von Sofia und Friedrich als ihr drittes Kind angesehen wurde. Christians Eltern waren Fürstin Elisabeth und Fürst Leopold von Sternberg gewesen, ihn selbst nannten die Menschen im Sternberger Land ›der kleine Fürst‹ – er war ja noch nicht volljährig und würde den Titel seines Vaters erst mit Erreichen der Volljährigkeit übernehmen. Er war es nun, der auf den Platz neben sich wies und die Bitte seiner Tante und seines Onkels wiederholte. Eberhard Hagedorn überwand sein Unbehagen und kam der Aufforderung schließlich nach.

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